Dioxin-Datenbank

Übersichtlicher Web Service mit rollenspezifischer Datennutzung

Herausforderung

Die Dioxin-Datenbank des Bundes und der Länder läuft seit 1998. Sie enthält Daten über 10.000 Proben für 13 Umweltkompartimente (z.B. Boden, Wasser, Luft sowie für den Humanbereich). Darüber hinaus sind umfangreiche Informationen zu Probenahme, Analytik und Standortbeschreibung enthalten.

Die Altanwendung auf Basis von MS-Access sollte durch eine zentrale internetfähige Komponente ersetzt werden. Dabei sollte die neue Internetanwendung als Mehrschichtenarchitektur vollständig auf der Basis von XML abgebildet werden. Darüber hinaus sind verschiedene Benutzerrollen mit einem komplexen Rechtesystem zu unterstützen. Hierzu gehören neben der Öffentlichkeit die Fachnutzer, die Datenlieferanten der Bundesländer und die Administratoren.

Lösung

In einem ersten Schritt wurden die technische Umsetzung der fachlichen Anforderungen in einem DV-technischen Feinkonzept auf wirtschaftliche Weise festgelegt und die Randbedingungen für die Realisierung definiert. Anschließend wurden die Anforderungen im Rahmen eines Prototyps umgesetzt. Dann erfolgten die Umsetzung der Bearbeitungsmasken, der profilbezogenen Recherchemöglichkeiten und deren Ergebnisdarstellung. Letzter Schritt war die Anbindung des German Environmental Information Network (gein®) und des virtuellen Umweltdatenkataloges des Bundes und der Länder (UDK). Seit Mitte 2005 steht die Anwendung den einzelnen Nutzergruppen sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Nutzen

Der Datenbestand der Dioxin-Datenbank ist nun für die verschiedenen Benutzergruppen zugänglich. Die Daten können nicht mehr nur zentral vom UBA eingesehen und geändert werden, sondern jeder Datenlieferant kann seine Daten ändern. Ein wesentlicher Vorteil dabei ist, dass der Anwender seine Daten selbst in das System einspielen kann und dies nicht nur von zentraler Stelle erfolgt.

Jeder Nutzergruppe stehen umfangreiche Recherchemöglichkeiten zur Verfügung, auf individuelle Suchprofile kann dabei wieder zurück gegriffen werden. In Abhängigkeit der Zugriffsrechte sind für bestimmte Besucher außerdem spezifische Auswertungen nach vorab festgelegten Kriterien möglich.

Die hier zugrunde gelegte Web-Technologie auf der Basis von XML und der Einsatz von Web-Services sind zukunftsweisend. Somit stehen dem Auftraggeber alle Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung auf EU-Ebene offen.

Im Rahmen eines Folgeauftrages wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt. In Erweiterung der bisherigen Anwendung sind weitere Daten aus dem Zuständigkeitsbereich des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Kompartimente des Lebensmittel-, Futtermittel- und Humanbereiches) eingebunden worden.